Entschlüsselte Seelenweisheit

Seelische Energien

Grundlagen

Es gibt eine Ebene im menschlichen Sein, die nicht unmittelbar sichtbar ist und dennoch allem zugrunde liegt: die Seele.

Die seelische Dimension spricht nicht in Worten. Sie zeigt sich in Energien – in Energiequalitäten, die wirken, die wahrnehmbar sind, lange bevor wir sie verstehen.

Was wäre, wenn sich alles, was eine Seele ausmacht, in einem einzigen Bild zeigen ließe? Stell dir also vor, alle seelische Energie fließt zusammen in einem einzigen Tropfen.

1. Der Tropfen als Bild innerer Ordnung

Der Tropfen steht nicht für eine feste Form, sondern für ein in sich geschlossenes und zugleich fliessendes System. Er beschreibt eine Einheit, in der sich unterschiedliche Phasen eines energetischen Flusses zeigen. Dieser Fluss beginnt an seiner obigen Spitze – eine Öffnung zum Ursprung – und durchläuft verschiedene Energien bzw. Seins-Zustände und kehrt schließlich wieder in diesen Ursprung zurück.

Dieser Fluss, diese Bewegung innerhalb dieses Tropfens ist dabei nicht als simple Linie zu verstehen – dazu mehr unter 5.

Der Tropfen der Seele – Die Fluss seelischer Energien

2 Die Grundbewegung des seelischen Flusses

Die Energie tritt aus einer übergeordneten Quelle in dieses Fließ-System ein und nimmt zunächst eine empfangende, weiche Qualität an. Diese Phase, die linke Seite des Tropfens, kann als ordinal beschrieben werden. Im weiteren Verlauf, am Bodensatz des Tropfen und Umkehrpunkt des Fließens, wird diese Energie neutral und strukturiert, bevor sie auf der rechten Seite zurück fließend in eine bestimmende Qualität übergeht, die als kardinal bezeichnet werden kann.

Dabei werden Ordinalität und Kardinalität als Polaritäten bezeichnet. Die Neutralität ist nicht polar.

3. Die sieben Energiequalitäten im seelischen Ausdruck

Innerhalb dieser Grundbewegung bzw. Polaritäten zeigen sich sieben grundlegende Energiequalitäten, die die innere Dynamik seelischen Erlebens und damit den seelischen Wesenskern bzw. das seelische Wesen (auch als Seelenrolle bezeichnet) selbst beschreiben. Sie sind keine äußeren Rollen, sondern innere Prinzipien seelischen Sein.

3.1 Die erste Energie – der Heiler und das Prinzip des Einssein

Die erste Energie steht dem Ursprung sehr nahe und beschreibt das Prinzip des Einssein. Sie wirkt einend, auf Miteinander ausgerichtet und einander helfend. In ihrer Angst (Fußnote dazu) zeigt sich eine Tendenz zur Selbstgeringschätzung, Selbstverleugnung und Selbstaufgabe – zur Auflösung der eigenen Abgrenzung.

3.2. Die zweite Energie – der Künstler das Prinzip der Gestaltung

Die Energie fließt weiter und wird weiter und voller. An der dicksten Stelle des Tropfens beginnt sie sich auszudrücken, wird sichtbar, zeigt sich im und durch den Künstler. Hier entsteht Gestaltung, spielerisch-leicht und kreativ. Ein ausgewogenes Spiel an Ideen und Möglichkeiten. Doch in der Angst verliert sie ihre Natürlichkeit und wird gekünstelt. Die Ausgewogenheit, das innere Gleichgewicht geht dabei verloren.

3.3. Die dritte Energie – der Krieger und das Prinzip der Eroberung

Im weiteren Fluss entsteht eine gerichtete, aktive Energiequalität. Sie ist auf Handlung, auf Eroberung und Kampf ausgerichtet – bereit zum Abenteuer. Der Mut, sich dem Leben zu stellen – die dritte Energie, der Krieger. Im Ungleichgewicht zeigt sich eine überwältigende Energie, wie ein waghalsiges Risikos.

3.4 Die vierte Energie – der Gelehrte und das Prinzip der Integration und Struktur

Am tiefsten Punkt, der Mitte und dem Ruhepunkt des Tropfens liegt eine assimilierende Energiequalität. Die vierte Energie: der Gelehrte. Keine rechte Seite, keine linke, kein Ordinal, kein Kardinal, nur neutral. Hier wird nicht mehr gehandelt, nicht mehr gestaltet, hier wird assimiliert, verarbeitet und strukturiert. Erfahrungen ordnen sich. In der Liebe entsteht eine stabile Struktur, ein inneres Wissen. In der Angst erstarrt dieses Wissen, wird unbeweglich und stur oder bleibt in der Theorie stecken.

Und nun wendet sich dieser Fluss. Und aus der Tiefe heraus beginnt die Rückbewegung. Die Energie steigt wieder auf. Nun auf der rechten Seite. Einer Seite, die nicht mehr empfängt und auch nicht neutral ist. Sie trägt jetzt eine andere Qualität: kardinal, bestimmend.

3.5 Die fünfte Energie – der König und das Prinzip der Führung

Gegenüber dem Krieger – auf der anderen Seite des Tropfens – steht der König, die fünfte Energie. Die Energie der Führung, der Souveränität – in zielgenauer Entschiedenheit. Ihr Schatten, die Angst zeigt sich in gebieterischer Willkür und Selbstherrlichkeit.

3.6 Die sechste Energie – der Weise und das Prinzip des Ausdrucks

Im weiteren Emporsteigen der Energie weitet diese sich wieder. Wir erreichen die breiteste Stelle des Tropfens. Die sechste Energie: der Weise und das Prinzip des Ausdrucks und der Kommunikation.

Ausdruck als Stärke – Ausdrucksstärke und eine wohltuende Ausdehnung. In der Angst wird daraus ein Zuviel: raumgreifend, dramatisierend und: Reden um des Redens willen.

3.6 Die siebte Energie – der Priester und das Prinzip der Verbindung

Und schließlich die letzte Energie – fast wieder oben, fast wieder an der Spitze.  Die siebte Energie, der Priester – die letzte Energie, bevor der Fluss zurückkehrt, zum Ursprung. Und so ist er die Verbindung zurück, zurück ins Allganze von dem die Energie einst ausgegangen ist.

In der Liebe eine tiefe, harmonische Verbundenheit, wahrhaft barmherzig und tröstend. In der Angst wird sie zur klammernden Verbindung und zum Übereifer und Fanatismus.

4. Die horizontale Ordnung der Energien

In dieser fliessenden Bewegung zeigt sich eine weitere Struktur, die die Energiequalitäten in Ebenen gliedert.
Die obere Ebene beschreibt das Prinzip der Inspiration und Verbindung, getragen von Heiler und Priester.
Die mittlere Ebene beschreibt das Prinzip des Ausdrucks, der Expression, getragen von Künstler und Weisem.
Die untere Ebene beschreibt das Prinzip der Handlung, der Aktion, getragen von Krieger und König.
In der ruhenden Mitte dieser Struktur steht der Gelehrte als neutral Mitte.

5. Die spiralige Bewegung der Energien

Der Energiefluss innerhalb dieses Tropfenmodells ist nicht als lineare Bewegung zu verstehen. Wie der Fluss von Wasser bewegt sich dieser Energiefluss nicht gerade, sondern folgt einer lebendigen, spiraligen Bewegung. Jede Bewegung erfolgt in leichter spiraliger Verdrehung. Und in dieser Bewegung wird sichtbar, dass keine dieser Energien wirklich über der anderen liegt. Jede ist leicht versetzt.

Dadurch wird sichtbar, dass jede Energiequalität eine eigenständige Verbindung zum Ursprung trägt und gleichzeitig vollständig in den Gesamtfluss eingebunden ist.

6. Schlussgedanke

Was getrennt schien, findet zurück in die Einheit. Was eingetreten ist, kehrt zurück. Verändert. Und doch Teil desselben Ganzen. Der Kreis schließt sich. Der Tropfen vollendet sich.

Doch dieser Tropfen ist mehr als nur ein Bild – ein Energiefluss, der die seelische Schwingung offenbart – eine Ordnung, die allem zugrunde liegt.

Diese Energien sind seelische Kräfte, die durch uns hindurch wirken, die unser seelisches Wesen beschreiben. Diese Ordnung ist nicht hierarchisch. Keine dieser Energien ist besser. Keine ist höher. Jede trägt ihren eigenen Wert, ihre eigene Aufgabe, ihre eigene Energieform. Jede steht für sich und ist doch eingebunden in den Energieflusses, des Tropfens. So wie jede Seele. Denn jede Seele wählt zu Beginn ihres Weges eine dieser Energiequalitäten als ihren Wesenskern. Und aus dieser Energie heraus erlebt sie das Leben.

Energien sind seelische Kräfte, die durch uns hindurch wirken, die unser seelisches Wesen beschreiben.

Dieses Wissen ist mehr als eine Einordnung. Es ist eine Einladung – eine Einladung, tiefer zu schauen: Auf das, was in Dir wirkt. Auf das, was in Dir lebendig ist. Auf das, was durch Dich fließen möchte. Und genau hier beginnt ein anderes Verstehen und es stellt sich dann die leise, aber wesentliche Frage: Welche Energie bist Du?

Die Antwort auf diese Frage gibt die mediale Übermittlung Deines persönlichen Seelenmusters.
Informationen dazu: „Flügelschlag der Seele“

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